…war nicht das, was ich erwartet hatte, aber doch recht gelungen.
Angefangen hat mein Ausflug mit stundenlangem Warten vor der Schule und stundenlangem Fahren im Van mit einigen Stops in irgendwelchen Kleinstaedten (solche, die praktisch nur aus aneinandergereihten Haeusern an einer grossen Strasse bestehen) auf dem Weg – alle in Besitz einer Tankstelle und einer Burgerking- und einer KFC-Filiale. Sehr viel Geographie haben wir nicht mitbekommen, aber bis wir zum ersten Mal einen schneebedeckten Gipfel am Horizont sahen war das Wetter schoen und die Schafe auf Unmengen von gruenen, kleinen aber steilen Huegeln am Rand der Strasse zahlreich.
Unsere Huetten waren wirklich spartanisch, wie angekuendigt, aber einige Mitreisende waren trotzdem ob der tatsaechlichen Lage ueberrascht. Und mir war es recht egal, denn der Heizstrahler brauchte nicht lange und wir waren sowieso fast nur zum Schlafen dort. Am Abend fuhr die ganze Bagage noch zu einem „Hot Pool“ in der Naehe, der nicht natuerlich, aber ziemlich (ent)spannend war. Bis wir dort ankamen, irrte unser Van noch eine Viertelstunde lang in der (wirklich nicht sehr ergiebigen, aber immerhin stockdunklen) Umgebung herum, weil Mr Huston absolut keine Ahnung hatte, wohin wir mussten, das aber erst nach etwa zehn Minuten bemerkte.
Am folgenden Tag stiegen wir um auf Plan B, weil der Berg geschlossen war, und besuchten eine Kletterwand und ein Schwimmbad. Abends dann Kino mit freier Filmwahl, wobei alle bis auf zwei den neuen Batman-Film (The Dark Knight) sahen, der uebrigens wirklich gut ist, sofern ich das beurteilen kann. Aber da alle moeglichen Kritiker (u.A. im neuseelaendischen Fernsehen) dasselbe sagen, bin ich mir einfach mal sicher.
Donnerstag -Oh Wunder- war der Berg schon wieder geschlossen und die zaghafte Ueberlegung, ob man nicht wenigstens zum Fuss fahren und ein wenig Schnee sehen koennte, wurde durch die Blizzard-Warnung und den sowieso am Parkplatz nicht vorhandenen Schnee schnell ad acta gelegt. Also beschloss man, nach Rotorua zu fahren, was mich als Tourist selbstverstaendlich freute. Das Heim der heissen Quellen. Dort fuhren wir bei seltsamerweise sehr ahnsehnlichem Wetter (die Tage davor hatte es ohne Unterbrechung geregnet) auf sogenannten Luges, einer Art lenkbaren Rodelschlitten fuer den Sommer, einen Berg oder eher grossen Huegel hinunter. Laut eines Schildes immerhin die erste Installation dieser Art auf der Welt… Und spaeter besuchten wir in Rotorua ein wirkliches Thermalbad (Polynesian Spa) mit Schwefeldaempfen und allem Drum und Dran und liessen den Abend mit Gesellschaftsspielen in geselliger Runde und im Gemeinschaftsraum ausklingen.
Der naechste Tag war durch die Rueckfahrt bestimmt, mit recht langer Pause am Gravity Canyon. Dort haette ich eigentlich die Moeglichkeit gehabt, einmal Bungee Jumping auszuprobieren, aber auch hier war durch das schlechte Wetter (und den dadurch zu stark angeschwollenen Fluss unten im Canyon) das nicht moeglich. Ich haette eine Art riesige Schaukel benutzen koennen, aber dann wollte ich doch kein Geld ausgeben.
So gesamt betrachtet bin ich also zu einem Ski-Ausflug aufgebrochen, ohne Ski zu fahren (solch einen Sturm, von dem wir selbst ja nicht einmal wirklich etwas mitbekommen haben, haette niemand vorraussehen koennen), aber habe wirklich nette Menschen aus meiner Stufe kennen gelernt, vor allem durch das Spielen von Backgammon und -auf der Rueckfahrt im Van mit einem Snowboard als Tisch- einem Kartenspiel mit dem netten Namen The President and the A***ole.
Solche Ausfluege sind wie geschaffen dafuer, irgendwen kennen zu lernen, weil man immer auf irgendeine Art und Weise mit irgendjemandem zufaellig zusammengepfercht wird. Glaube ich.
Also… I’m looking forward to going back to school tomorrow.
Lina

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April 2, 2009 um 20:57
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