You are currently browsing the daily archive for Juli 18th, 2008.

Guten Abend bzw. euch einen guten Morgen.

Hier bin ich nun… Und versuche, meine bisherigen Eindruecke moeglichst detailgetreu zu verarbeiten. Ausserdem habe ich auch Probleme mit dieser Tastatur, aber was will man Anderes erwarten?

Der Flug war -wie unschwer festzustellen- lang und nicht gerade spannend, obwohl sich waehrend der ersten Haelfte der Blick nach draussen so gut wie immer lohnte. Gleissendes Sonnenlicht, blauer Himmel und die Wolkendecke irgendwo unter einem. Aber das ist ja nichts Besonderes.

In London habe ich einige andere getroffen, die ebenfalls mit AIFS nach Neuseeland gehen, dabei aber das „Work&Travel“ Angebot nutzen. Wie ein Maedchen namens Wiebke meinte: „Das ist toll. Kaum sieht man die blauen T-Shirts, schon fuehlt man sich gut aufgehoben.“… Wir sassen aber alle recht weit auseinander und konnten so die Stunden ueber Stunden Flug alleine geniessen.

Von Amerika habe ich auch nicht viel gesehen, ausser gelegentlich ein paar beeindruckenden Bergen, falls die Wolkendecke aufriss. Dann begann auch  die zweite Haelfte des Fluges, die, die wir in absoluter Dunkelheit zuruecklegten.

Nach einer ganzen Weile, mehreren unverstaendlichen Durchsagen und ziemlich komplizieretn wiederholten Pass- und Gepaeckkontrollen war ich dann in Wellington und wurde ziemlich unspektakulaer von Robyn Ash, der Ansprechpartnerin meiner Schule, abgeholt und in das naechste Taxi verfrachtet. Ich war hellwach. Fragt mich nicht, warum.

Meine Gastfamilie ist bisher faszinierend unkompliziert, die Umgebung absolut entzueckend und das Wetter unfassbar winterlich. Es ist nicht wirklich kalt, nur kaelter und eben zweifelsfrei winterlich. Das groesste Problem ist die Feuchtigkeit… und das allergroesste die nichtexistente Heizung… hier in Neuseeland hat man nunmal keine. Und die naechsten Monate werde ich wohl immer als erstes morgens den kleinen Heizstrahler am anderen Ende des Zimmers anmachen und meine Socken darauf deponieren. Dann sind wenigstens diese trocken, wenn ich sie spaeter anziehe.

Wie auch fast zu erwarten, laesst sich die Natur hier nicht vom Wetter beeindrucken. Es gibt alle moeglichen und mitunter sehr kuriosen Arten an Voegeln, alles gruent und blueht schon oder noch und erst heute sind drei Hummeln an mir vorbeigesummt.

Bisher ist das Leben hier noch sehr geruhsam und ich radebreche so vor mich hin. Durch meine Gastgeschwister habe ich ‘Doctor Who’ kennengelernt. Heute waren wir in Wellington, wir essen und gehen spazieren, wir essen und sehen fern, wir sitzen am PC. Aber nicht sehr ausgiebig. Ich warte auf die Schule… es verstoert mich ein wenig, es zuzugeben, aber das Leben hier kennenlernen kann man wohl nur im Schulalltag. Helau.

Morgen sind wir bei Nachbarn eingeladen…

Lina